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Was ist intuitives Bogenschießen?

Wollen wir "nur" zielen?


Beim intuitiven Bogenschießen zielt der Schütze
hauptsächlich über eine starke
Fokussierung des Ziels.
Er nimmt sein Ziel mit beiden Augen ganz genau ins Visier.

Es gibt keine Zielvorrichtungen wie beim Systemschießen (olympische Disziplin). Bei diesen Wettbewerben zielt der Bogenschütze über ein verstellbares Visier ähnlich einem Gewehrschützen. Er fokussiert seine Zielvorrichtung und defokussiert sein Ziel.
Dies ist beim intuitiven Schützen genau anderes herum. Außerdem erfolgt die Entscheidung zum Abschuß unterbewußt und nicht, wie beim Systemschießen, aus einer ganz bewußen Zielentscheidung heraus.





  Wie bei einem Ballwurf schafft es, der intuitive Bogenschütze durch häufiges üben, durch die Automatisierung der Bewegung und durch die unbewussten Abspeicherungen der Hand-Augen Koordination, immer näher an sein Ziel zu gelangen.

Hierbei versucht der Schütze, der bereits eine saubere Technik erlernt hat, seinen Bewegungsablauf immer wieder möglichst genau gleich zu reproduzieren.
So „justiert“ der Schütze ein um das andere Mal seine körperliche und geistige Einstellung neu.






Die Arbeit an der eigenen Geisteshaltung steht bei der japanischen Form des Bogenschießens „dem Kyudo“ im Vordergrund.
Diese alte Kriegskunst geht auf die Samurai zurück und dient heutzutage vorrangig als eine Methode des „Zen“, einer buddhistischen Form der Meditations- und Geistesübung.

Europäer wie Eugen Herrigel („Zen in der Kunst des Bogenschießens“) und Kurt Österle („Wenn der Bogen zerbrochen ist – dann schieß!“) haben versucht eine Brücke zwischen diesem spirituellen Ansatz und der intuitiven Technik zu schlagen.





 
  Die eigentliche Schusstechnik hat je nach Schule und Autor zwar relativ klare und ähnliche Eckpunkte, aber auch die Gemeinsamkeit wenig dogmatisch zu sein.

Immer wieder wird betont, dass jeder Schütze seinen Weg selbst herausfinden muss. Es dreht sich hierbei weniger um: Was mache ich falsch? Als um: Was ist für mich hilfreicher?

Wer diesen wesentlichen Unterschied verinnerlicht hat, ist dem intuitiven Bogenschießen schon sehr nahe.



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